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Mario mag's lecker

Rezept für Hackbällchen mit Tomatensoße von Mario Barth I Plus Interview

Foto Mario Barth: Johannes Grau, Hamburg, für Tre Torri Verlag

Hättste das gedacht? Das neue Mario Barth Buch ist ein - Kochbuch!

Mario Barth? Kennste, klar! Aber hättste gedacht, dass der allseits beliebte Comedian auch hinter dem Herd eine echte Granate ist? Nee? Ja dann solltest du mal ein Auge in das neue Mario Barth Buch "Kennste, kennste wahre Jerichte" werfen. Hier hat der geniale Spaßvogel nämlich all seine Lieblingsgerichte zusammengetragen und stellt sie auf seine Mariotypische Art vor. Sogar das Gericht, das ihm seine Freundin regelmäßig vorsetzt, ist mit drin im Barth-Kochbuch. Der King of Comedy schwingt den Kochlöffel und das sogar echt gekonnt. Das hatte er im Urlaub gemacht, seine Rezepte gepostet und prompt wollten alle mehr. Und Mario liefert "das mit Abstand beste Kochbuch, das er jemals geschrieben hat". Nun gut, ist sein erstes. Und auf seine bescheidene Art weist er darauf hin, dass er hier und da etwas anders als ein Sternekoch vorgeht. Aber er verspricht, dass alle seine "Jerichte" extrem gut schmecken: lecker, einfach, ehrlich. Eben ganz so, wie Mario Barth ist. Also, einfach und ehrlich. Und auf seinem Kultshirt kann es jeder lesen: "Männer sind Frauen..." Zumindest beim Kochen. Wussten wir es doch!

Ein Rezept aus dem Buch sowie ein Interview mit dem kochenden Comedian findet ihr weiter unten.

Zum Nachkochen: Hackbällchen in Tomatensoße - Rezept aus dem neuen Mario Barth Buch

Stopp! Sagen kann Mario Barth ja viel (tut er ja auch ständig). Wir wollten uns selbst überzeugen, dass uns Marios Kochkünste schmecken. Gibt es hier jetzt etwa nur Kaviar und ausgefallenes Zeugs? Ne, das wäre nicht Marios Ding. Schicki Micki ist nicht, er mag bodenständiges, einfaches Essen. Aber lecker muss es natürlich sein - egal, ob Wiener Schnitzel oder seine legendären Quarkbällchen.

Weil wir sicher sind, dass ihr gerne auch ausprobieren möchtet, was uns Mario Barth auftischt: Hier ist ein Rezept für "Hackbällchen in Tomatensoße" aus seinem neuen Buch "Kennste, kennste wahre Jerichte". Lasst es euch schmecken!

UND: Wer erfahren möchte, warum der Comedian so gerne zum Kochlöffel greift, sollte unser Interview weiter unten nicht verpassen!

Foto Food: Guido Bittner, Wiesbaden, für Tre Torri Verlag

Hackbällchen in Tomatensoße

Zutaten
Für 2-3 Personen:
450 g Rinderhackfleisch (oder Schwein- und Rinderhackfleisch 1:1)
Salz, Pfeffer
Zimtpulver
1 Knoblauchzehe
1 Bio-Ei
2-3 EL Rapsöl

Keene Zeit:
1 Dose passierte Tomaten (400 g)
1 Prise Salz
1/2 Dose Cola (165 ml)
Knoblauchpulver
1 Schuss Ketchup bei Bedarf
1/2 Bund gehackte Petersilie

Voll viel Zeit:
2 Knoblauchzehen
1 Zwiebel
2 EL Rapsöl
1 kg Tomaten
Salz, Pfeffer
süßes Paprikapulver
1 rote Paprika
Chilipulver
2-3 getrocknete Tomaten
brauner Zucker
1/2 Bund gehackte Petersilie
Zubereitung

Für die Hackbällchen nehme ich am liebsten nur Rind-, man kann aber auch halb Schweine- und halb Rindfleisch nehmen. Das Hackfleisch wird mit Salz, Pfeffer, Zimt und gehacktem Knoblauch abgeschmeckt und mit einem Ei gebunden. Ich mache kein Brot oder Semmelbrösel dazu. Aus dem Hackfleisch forme ich kleine Bällchen und brate diese in einer Pfanne von allen Seiten in Öl an. Sobald die Hackbällchen von allen Seiten leicht angebräunt sind, nehme ich die Pfanne vom Herd und lasse sie ruhen.

Jetzt komme ich zu der Soße. Wenn du Zeit hast, dann machst du sie komplett frisch. Wenn du keine Zeit hast, kannst du die auch mit passierten Tomaten und etwas Cola aufkochen.

Keene Zeit: Eine Dose passierte Tomaten mit einer Prise Salz in die Pfanne geben, in der die Hackbällchen lagen (Achtung, die Hackbällchen müssen dann vorher aus der Pfanne raus, sonst können wir nicht sagen, dass sie dort lagen :)) Jetzt eine halbe Dose Cola mit dazugeben und das Ganze mit etwas Knoblauchpulver aufkochen. Wenn du Lust hast, kannst du noch einen Schuss Ketchup dazugeben, den hat jeder im Kühlschrank. BBQ-Soße ist auch gut. Jetzt lege ich die Hackbällchen mit in die Soße und lasse alles noch 10 Minuten köcheln, dass es dampft und die Flüssigkeit reduziert ist. Damit es beim Servieren auch noch schön aussieht, einfach etwas Petersilie drüber und schon kann es losgehen.

Voll viel Zeit: Ich schäle 2 Knoblauchzehen und eine Zwiebel, hacke sie klein und schwitze beides in der Pfanne, in der vorher die Hackbällchen lagen, in heißem Öl glasig an. Dann gebe ich frische Tomaten dazu, die ich vorher in grobe Stücke geschnitten habe, lasse alles 20 Minuten köcheln und schmecke das Ganze mit Salz und Pfeffer sowie süßem Paprikapulver ab. In einer weiteren Pfanne röste ich geviertelte rote Paprikastreifen an, so dass sie ein Röstaroma bekommen (kann man auch gerne auf einen Grill legen).

Sobald die Paprika angeröstet ist, gebe ich sie in die Soße und füge noch etwas Chili für eine leichte Schärfe dazu. Nun nehme ich noch 2 bis 3 Stücke getrocknete Tomaten (kannst du auch aus dem Glas nehmen) und gebe sie dazu. Jetzt lege ich die Hackbällchen mit in die Soße und lasse alles noch 10 Minuten köcheln, dass es dampft und die Flüssigkeit reduziert ist. Damit auch diese Variante beim Servieren schön aussieht, einfach etwas Petersilie darüber.

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Mario Barth: "Je besser das Essen ist, desto besser ist die Stimmung"

Hallo Mario, es ist bestimmt für viele deiner Fans überraschend, dass du neuerdings mit einem Kochbuch um die Ecke kommst. Was hat dich dazu veranlasst, deine Kochkünste in einem ganzen Buch vorzustellen?

Dieses Kochbuch ist aus dem Wunsch heraus entstanden, den Tausende von Fans geäußert haben. Als ich mit meinen Jungs auf Mallorca saß und jeden Tag etwas Neues gekocht, gegrillt und gezaubert habe. Das habe ich dann in den sozialen Netzwerken hochgeladen, und prompt kamen die Kommentare. Wie kochst du das? Was ist das genau? Wie hast du das gemacht? Warum schreibst du kein Kochbuch? Sie haben es sich gewünscht, ich habe es geschrieben. Das haben sie jetzt davon! Alle Rezepte in diesem Buch sind Rezepte, wie ich sie kenne und wie ich sie koche. Ich sage nicht, dass es zu hundert Prozent richtig ist, wie ich es mache. Ich behaupte nicht, dass das der einzige Weg ist, wie man dieses Gericht machen kann, ich sage nur, wie ich es gerne koche und wie es mir schmeckt. Natürlich würde ich mich freuen, wenn es allen anderen genauso schmeckt.

In „Kennste, kennste wahre Jerichte“ finden sich über 50 Rezepte von dir. Manche gehen ganz schnell, aber andere brauchen tatsächlich etwas Zeit. Wir hätten dich spontan eher als den fixen Currywurstbuden-Typ eingeschätzt. Kochst du tatsächlich jeden Tag frisch?

Natürlich gibt es auch bei mir mal „Keene Lust“. Jeder kennt das, man hat Hunger, aber keine Lust zu kochen. Man rennt bereits zum fünften Mal an den Kühlschrank, öffnet die Tür, glotzt zwanzig Sekunden rein und macht den Kühlschrank wieder zu. Dann rennt man zum Vorratsschrank und schaut, was es da Schönes gibt. Auch da schließen wir wieder die Tür und laufen erneut zum Kühlschrank. Ein typischer Tag, an dem man Hunger hat, aber keine Lust, irgendwas zu kochen. Genauso geht es mir auch manchmal. Man hat wirklich Bock auf Essen, weiß aber nicht was. Es gibt halt einfach Tage, an denen man keine Lust hat, und da gibt es nichts Besseres als zum Beispiel Schinkennudeln oder ein geiles Bauernfrühstück mit Salat (geht durchaus auch abends). Egal, ob auf der Arbeit, zu Hause oder bei mir auf Tour. Je besser das Essen ist, desto besser ist die Stimmung. Immer wieder beobachte ich, wie Menschen gar nicht mehr essen gehen, sondern nur noch Nahrungsmittel aufnehmen. Will sagen, dass ich immer wieder erschreckt beobachte, dass Pärchen sich gegenübersitzen, kein Wort miteinander reden, das Essen lieblos und hektisch in ihren Mund stopfen und eigentlich gar keine Zeit mehr haben, dieses zu genießen. Ich persönlich bin der Meinung, dass es weniger mit „Zeit haben“, als mit „Zeit nehmen“ zu tun hat. Doch wenn wir ganz ehrlich sind, fürs Essen und für die Zubereitung nehmt euch bitte Zeit.

"Ich bin für das bodenständige und ehrliche Essen"

Neben dem „geilsten Gulasch“, Nüdelchen & Co. bringst du im Kapitel „Nachtisch“ jede Menge Verführerisches auf den Teller, sogar „Schmankerl“ aus dem Süden wie Kaiserschmarrn oder Marillenknödel. Magst du es eigentlich eher deftig oder süß? Und, hast du ein absolutes Leibgericht?

Beim Nachtisch oder Dessert ist es wie bei Sonne, Strand und blauem Meer, das geht immer. Wenn du einen geilen Nachtisch isst, fühlst du dich einfach wohl und glücklich. Ist ja auch ganz klar, da der Körper Glückshormone ausschüttet wie die Sau. Bei Keksen und Kuchen ist es wie beim Dessert. Egal, ob zum Kaffee, zum Tee oder einfach so, Kekse sind nicht nur lecker, sondern auch kleine Seelenpflaster. Ansonsten ist es total interessant zu sehen, was viele glauben. Augenscheinlich hat irgendwann mal einer gesagt, dass man, sobald man Erfolg hat, nur noch Kaviar isst und Champagner trinkt. Immer wieder werde ich zum Essen eingeladen. Dann versucht man mir zu imponieren, indem man Lammrücken acht Stunden lang in Milch einlegt und einhundert Stunden bei fünfzig Grad Celsius dämpft. Zu trinken gibt es Champagner, einen ganz besonderen Aperitif und ausgewählte Weine. Warum das so ist, kann ich nicht erklären. Doch eines weiß ich ganz genau, unter meinen Lieblingsgerichten befinden sich weder Kaviar noch Lammrücken oder irgendwelche Austern, die man aus einer Schale schlürfen muss, um dann das Gefühl zu haben, man würde eine verschnupfte Nase aussaugen – ist einfach nicht mein Ding. Ich bin für das bodenständige und ehrliche Essen. Ob Wiener Schnitzel mit Kreuzberger Kartoffelsalat, Berliner Bulette mit Kohlrabi und Kartoffelstampf, Matjes Hausfreundinnen-Art, Eier in Senfsoße, Thai-Curry „Piptypeip“ oder Salangne „The Brain". All das esse ich für mein Leben gern.