Unterleuten, Juli Zeh

Unterleuten

Roman

Juli Zeh

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Der große Gesellschaftsroman von Juli Zeh

Wer nur einen flüchtigen Blick auf das Dorf in Brandenburg wirft, ist bezaubert von den altertümlichen Namen der Nachbargemeinden, von den schrulligen Originalen, die den Ort nach der Wende prägen, von...

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Kommentare zu "Unterleuten"

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  • 5 Sterne

    17 von 27 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Ulrich T., 11.06.2016

    Als eBook bewertet

    In außerordentlicher, bilderreicher Sprache entwirft die Autorin Charaktere, die man am Ende des Kapitels zu kennen glaubt. Im folgenden Kapitel werden diese Charaktere von einem anderen Blickwinkel für den Leser völlig neu und anders. Die Geschichte ist spannend erzählt und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite fasziniert.

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    janein
  • 4 Sterne

    18 von 29 Kunden fanden diese Bewertung hilfreich

    Detlef S., 29.05.2016

    Als eBook bewertet

    Ein sehr interessantes Buch (ebook), was sich wie ein Spiegelbild der Gesellschaft wahrscheinlich auch auf so ziemlich jede reale Ortschaft übertragen lassen würde.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 4 Sterne

    Brigitte B., 12.01.2018

    Als Buch bewertet

    Juli Zeh beschreibt in ihrem 640 seitigen Roman den Wandel eines brandenburgischen Dorfes namens „Unterleuten“ seit der Wende, wobei vorhergehende Ereignisse ihre Schatten bis in die Gegenwart werfen.

    Anhand von Erlebnissen Alteingesessener und nach der Wende Zugezogener erlebt der Leser den Wandel von der Plan-, über die Unterleutener Tausch- zu der um sich greifenden Marktwirtschaft samt dem großen Ausverkauf, bei dem nahezu jeder das Beste für sich herausholen will. Schon seit jeher scheint Unterleuten ein Dorf gewesen zu sein, das nicht mit Behörden zusammengearbeitet hat und stolz darauf war, alles selber zu regeln; da fallen eigene Rachefeldzüge, kriminelle Aktionen und Selbstjustiz, Tratsch und Verleumdung gar nicht wirklich auf, sondern gehören zum ganz normalen Alltag dieses Dorfes. Soziale Verstrickungen und Abhängigkeiten beeinflussen das Taktieren seit jeher und nun, während der Planung eines Windparks, stellen sie die Gegenspieler zu skrupellosen Investoren dar, beim Wettlauf um die eigenen Vorteile, bei denen auch Zugezogene alles geben.

    Die Bewohner Unterleutens werden eher klischeehaft dargestellt; im Laufe des Romans lernt man sie ein wenig kennen, erfährt von ihren Schicksalschlägen, Beweggründen, Überzeugungen, von Situationen, die sie sprachlos oder gedemütigt zurückließen und veränderten, von Treue und Verrat und von Familienfehden, die sich über Jahrzehnte erstrecken. Trotz der Einblicke in ihr Leben hinterläßt keiner von ihnen einen wirklich bleibenden Eindruck bei mir. Das ist vielleicht auch gar nicht nötig, um über ihre und die eigene Moral nachzudenken und sich zum Schluß mit ihnen gemeinsam zu fragen: Hat es sich dafür gelohnt?

    Insgesamt wurde der Roman spannend und facettenreich erzählt; dennoch fand ich einiges schon deutlich zu langatmig und überzeichnet.

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    janein

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