Die Räuberbraut, Astrid Fritz

Die Räuberbraut (eBook / ePub)

Astrid Fritz

Durchschnittliche Bewertung
5Sterne
4 Kommentare
Kommentare lesen (4)

5 von 5 Sternen

5 Sterne3
4 Sterne1
3 Sterne0
2 Sterne0
1 Stern0
Alle 4 Bewertungen lesen

Schreiben Sie einen Kommentar zu "Die Räuberbraut".

Kommentar verfassen
Das Leben an der Seite eines Räuberhauptmanns:
dramatisch, romantisch und hochgefährlich

Um 1800: Die achtzehnjährige Juliana zieht mit ihrem Vater und ihren Schwestern durch den Hunsrück. Eines Tages lernt sie den berühmtesten...

Ebenfalls erhältlich

Print-Originalausgabe 19.95 €

eBook 16.99 €

Sie sparen 15%

Download bestellen

sofort als Download lieferbar

Bestellnummer: 81095077

 
Auf meinen Merkzettel

Kommentare zu "Die Räuberbraut"

Sortiert nach:relevanteste Bewertung zuerst
Filtern nach:alle
Alle Kommentare
  • 5 Sterne

    Gartenkobold, 07.08.2017

    Als Buch bewertet

    Schinderhannes – ein Mythos
    Ein interessantes Cover, eine Frau mit dem Rücken zum Betrachter, beobachtet einen Überfall. Der Himmel über dem Geschehen ist ein wenig düster und zwielichtig.
    Die Protagonistin des Romans, die 18jährige Juliana Blasius, Tochter eines Musikanten und Tagelöhners zieht mit ihrem Vater und ihren Schwestern durch den Hunsrück und verdingen sich als Musikanten. Bei einem dieser Auftritte lernt sie den berühmten Räuber Johannes Bückler auch „Schinderhannes“ genannt kennen. Johannes, jung, charmant und smart umwirbt Juliana bis sein Werben Erfolg hat. Beide verlieben sich ineinander, er verspricht ihr den Himmel auf Erden und Juliana zieht fortan mit ihm und seiner Räuberbande durch die Lande. Die beiden heiraten, Juliana wird schwanger, doch hat das Leben an der Seite eines Räubers eine Zukunft….
    Astrid Fritz schildert sehr lebendig und eindrucksvoll das Leben des „Schinderhannes“ den man auch den deutschen „Robin Hood“ nannte und Juliana, genannt „Julchen“ in der Hochzeit seiner Räuberkarriere. In Einschüben aus dem Jahr 1844 erzählt Juliana ihre Rückblende an diese Zeit, hängt ihren guten Erinnerungen an diese Zeit nach. Nach dem Tod ihres dritten Ehemanns verdient sie sich ihr Geld als Schankmagd, die Gästen der Schankwirtschaft gegen einen kleinen Obolus aus ihrer Zeit damals erzählt und letztendlich auch erkennt, dass damals alles nicht so glorreich war.
    „Julchen“ hatte kein liebevolles Elternhaus, ihre Mutter ständig kränkelnd und leidend, der Vater schwach und mutlos, als sie den „Schinderhannes“ kennenlernt, ergreift sie wie einen Strohhalm die Möglichkeit, ihr Leben zu verändern, weg von der Armut und der immer nörgelnden Mutter. Dieser geht liebevoll mit Juliana um, er trägt sie auf Händen und sie glorifiziert den „Schinderhannes“.
    Die damalige Zeit war schwierig, der Hunsrück besetzt von den Franzosen, vieles war zerstört, die Not und das Elend der Menschen groß, viele kleine Gebiete hatten unterschiedliche Herrscher, die einander verfeindet waren. Der „Schinderhannes“ hatte dadurch einen Vorteil, er konnte relativ unerkannt durch die Lande ziehen, durch die Besatzung war die Obrigkeit gehemmt. Doch irgendwann eskalieren die Überfälle, es gibt Tote und die Obrigkeit verständigt sich über Ländergrenzen hinweg. Die Schlinge zieht sich langsam und unaufhaltsam zu.
    Die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet, Astrid Fritz hat sehr gut recherchiert, sie verknüpft die historisch belegbaren Ereignisse mit ihrer eigenen Wahrnehmung der Personen. Julchen, die den „Schindeshannes“ zu Beginn auf ein Podest hebt, erkennt immer mehr, dass er eine sehr ambivalente Persönlichkeit hat, dass er, entgegen seiner Behauptung und Propaganda, nur reiche jüdische Kaufleute und Reisende auszurauben, auch andere Menschen um ihr Hab und Gut bringt. Ebenso erkennt auch die Bevölkerung, dass die Propaganda nicht stimmt und er verliert den Rückhalt und am Ende ist seine Räuberkarriere nach einem Schauprozess nur noch Schall und Rauch.
    Neben einem informativen Nachwort der Autorin ergänzt auch ein Glossar über das Rotwelsch, der Gaunersprache, den Roman.
    Der Roman ist fesselnd, teilweise dramatisch und spannend, eine Leseempfehlung.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
  • 5 Sterne

    Norma K., 04.08.2017

    Als Buch bewertet

    Lebendig- spannend erzählt

    Historische Romane lese ich relativ selten, insofern ging ich neugierig-neutral auf das neue Buch von Astrid Fritz zu. Und ich wurde rundum positiv überrascht!
    Es geht in der Geschichte um Juliana, eine Musikantin, die Anfang des 19. Jahrhunderts auf Hans Bückler, den sog. „Schinderhannes“ trifft, einen attraktiven, fast charismatisch zu nennenden jungen Mann, der sich im Hunsrück mit etlichen Kumpanen durch Überfälle und Räubereien einen Namen gemacht hat. Er ist unbekümmert und fest davon überzeugt, niemals erwischt zu werden, denn die räuberischen Freunde halten zusammen. Juliana und Hannes verlieben sich, sie heiraten und Juliana zieht fortan mit dem Schinderhannes durch die Gegend, immer unterwegs, immer in Unruhe.
    So sorgfältig wie die rein äußere Gestaltung des Buches, so ist auch der Inhalt perfekt recherchiert, detailgetreu, historisch korrekt. Sehr hilfreich ist das umfangreiche Glossar, das alle unbekannteren Begriffe, insbesondere aus dem Rotwelschen, erläutert.
    Insgesamt liest sich das Buch absolut spannend. Es ist lebendig und farbig erzählt, sozusagen mit allen Sinnen werden die Situationen und Gegebenheiten wiedergegeben, sodass man als Leser stets mitten im Geschehen ist und in die Erzählung ganz und gar eintaucht. Manchmal wurden mir allerdings die vielen einzelnen Stationen des Umherziehens, die zahllosen Ortsnamen und die dort dann jeweils ansässigen Menschen und deren Namen zuviel, wenngleich natürlich sehr viel mühsame Recherche der Autorin dahintersteckt. Abgesehen von diesen etwas anstrengend zu lesenden Passagen hat mich das Buch jedoch insgesamt gepackt und mir die spannende Zeitgeschichte zwischen 1800 und 1850, die ich bislang nur aus der Sicht privilegierterer Schichten kannte, nunmehr sozusagen aus „Räubersicht“ näher gebracht. Im Fokus steht die überaus sympathische, mutige, starke Frau des Schinderhannes, deren Leben geprägt war von ständiger Flucht, von Verzicht und Sorge, von harten Schicksalsschlägen, aber auch von einer alles ertragenden, alles verzeihenden, ganz großen Liebe.

    War dieser Kommentar für Sie hilfreich?

    janein
mehr Kommentare Alle Kommentare

Mehr Bücher des Autors

Weitere Empfehlungen zu „Die Räuberbraut (eBook / ePub)

0 Gebrauchte Artikel zu „Die Räuberbraut“

ZustandPreisPortoZahlungVerkäuferRating
Preisschmelze: Bis zu 20.- € Rabatt sichern - nur bis 22.08.!

Preisschmelze: Bis zu 20.- € Rabatt sichern - nur bis 22.08.!

Sichern Sie sich jetzt bis zu 20.- € Rabatt und lassen Sie die Preise schmelzen - nur bis 22.08.!
Mehr Info hier!

X
schließen