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Unsere Gewinner-Kommentare im Oktober

1. Preis:

Nina R., Rezension zu "Zipfelmaus und der wunderbare Weihnachtsplan"

Was ich zum Buch zu sagen habe:

Draußen ist noch schönstes Spätsommerwetter mit Temperaturen über 20 Grad, da trudelt ein Winterabenteuer der Zipfelmaus ins Haus. Natürlich muss die neuste Zipfelmaus-Geschichte dennoch sofort gelesen werden und wurde sofort in den Urlaubskoffer gesteckt. Wir schwitzten im Strandkorb mit den Füßen im Ostseesand und haben angefangen, das Buch zu lesen.

Gerade mal zwei Seiten hat es gedauert, bis uns die Geschichte wieder in ihren Bann gezogen hat. Der Schreibstil des Autors Uwe Becker ist einfach wunderschön.´Mit einer kindgerechten Sprache verzaubert er die kleinen genauso wie die großen Leser. Streut hier und da eine Portion Humor in die Geschichte, erschafft superniedliche Charaktere und macht seine Geschichten für den Leser zu kleinen Wohlfühloasen. Beim Lesen der Geschichten kann man einfach alles um sich herum vergessen. Wenn man dann ganz still ist, hört man sogar die kleine Fledermaus Shakira mit ihren kleinen Flügelchen flattern. Ihr merkt: Ich, eine Ü40-Leserin, bin total begeistert.

Das Buch ist in zehn kurzweilige Kapitel unterteilt, damit die kleinen Zuhörer beim abendlichen Vorlesen nicht überfordert werden. Hier würde ich ein Vorlesealter ab 5 Jahren empfehlen. Meine kleinen Mäuse aus der Buch-AG sind 7-8 Jahre alt und die haben beim selbstlesen der Geschichte keine Schwierigkeiten. Der Autor hat darauf geachtet, die Geschichte in einfachen Worten zu erzählen und das finde ich großartig. Leider stelle ich immer wieder fest, dass es Leseanfängern schwerfällt, komplexe Texte zu lesen. Sie verlieren sehr schnell die Lust und legen viele Bücher deshalb quasi ungelesen zur Seite. In unserer kleinen Bücherei ist dies nun der vierte Band und diese Buchreihe erfreut sich großer Beliebtheit, denn die Bücher sind fast ständig ausgeliehen. Das freut mich sehr, denn die Zipfelmaus und ihre Freunde zählen für mich zu einer der schönsten Buchreihen für die empfohlene Altersklasse.

Aber nicht nur über die Geschichte und ihre Protagonisten kann ich schwärmen, ich liebe auch die wunderschönen Illustrationen von Ina Krabbe. Sie macht einen wirklich großartigen Job und verleiht der Geschichte dadurch noch das gewisse Extra. Auch die Covergestaltung gefällt mir ausgesprochen gut. Da kommt man trotz der warmen Außentemperatur in Weihnachtsstimmung und will sofort anfangen zu dekorieren und zu basteln. Um dem Igelchen zum Winterschlaf zu verhelfen, geben die Freunde wirklich alles und das war so niedlich zu lesen, am liebsten hätte wir uns dazu gehockt und den Tieren unter die Arme gegriffen.

Seit der Leipziger Buchmesse 2017 bin ich ein großer Fan der Bücher aus dem Südpol Verlag. Neben den vielen liebevoll ausgewählten Geschichten finde ich es großartig, dass die Bücher auf FSC-zertifiziertem Papier gedruckt werden. Damit wird ein aktiver Beitrag zur nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder rund um den Globus geleistet. Da bin ich auch gerne bereit, für ein Kinderbuch den Preis von 12,90 Euro auszugeben und dies soll daher nochmal lobend erwähnt werden.

Anschließend möchte ich nochmal anmerken, dass die Bücher ein in sich abgeschlossenes Ende haben und deshalb auch jedes für sich und in unterschiedlicher Reihenfolge gelesen werden kann.

Fazit:

Ein wunderschönes Kinderbuch aus einer meiner Lieblingsreihen. Ich kann die Geschichten immer wieder lesen und mir stundenlang die zuckersüßen Illustrationen betrachten. Ich würde mir wünschen, dass die Zipfelmaus noch ganz viele begeisterte Leser und Leserinnen finden wird und der Autor noch viele, viele weitere Geschichten schreiben muss. Natürlich gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung und dicke fünf von fünf Sternen.

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2.-4. Preis:

Maximilian S., Rezension zu "Swimming with Men"

Eric schwimmt. Alleine. Bahn für Bahn, in gleichmäßigen Zügen. Routinemäßig krault er auf und ab, gekonnt führt er die Rollwenden aus. Zügig, aber nicht spurtend. Diszipliniert, aber nicht überanstrengt. Ob er mit seinen Gedanken noch im Büro ist? Oder schon zu Hause, wo die Familie wartet? Oder doch ganz woanders? Man weiß es nicht. Vielleicht sind die Gedanken des sportlich ausschauenden Mannes auch so leer wie sein Blick.

Das städtische Hallenbad ist zu Erics festem Zufluchtsort geworden. Nach der Arbeit und vor dem Heimkommen ist er hier für sich alleine. Das Schwimmen ist ihm wichtig, aber ebenso zur täglichen Routine geworden wie das Analysieren der Zahlen im Büro. Sein Leben verläuft in geordneten Bahnen – er hat einen gutbezahlten Job, Frau und Sohn, ein eigenes Haus. Und dennoch sehnt er sich nach etwas, das ihn glücklich macht. Nach etwas Außergewöhnlichem und Erfüllendem.

Keine Frage: Eric steckt mittendrin in der Midlife-Crisis. Das merkt der Zuschauende bei Swimming with Men schon in den ersten Minuten. Und damit widmet sich der Film des Regisseurs Oliver Parker einem Thema, das vor ihm zweifelsohne schon zu viele andere belanglose Hollywoodstreifen bemüht haben.

Aber Swimming with Men ist nicht Hollywood. Zum Glück, möchte man hinzufügen. Denn obgleich sich bei der Kombination der Schlagworte „Midlife-Crisis“ und „Komödie“ Fürchterliches erahnen lässt, besticht dieser Film durch wunderbaren britischen Humor, der umrahmt wird von einer feinfühligen Erzählweise.

Dabei erzählt er nicht nur die Geschichte von Eric, sondern auch die sieben anderer Männer im besten Alter, welche sich in einer gemeinsamen Leidenschaft vereinen: Dem Synchronschwimmen. Denn plötzlich, während Eric monoton seine Bahnen krault, sitzen sie da. Händepaddelnd. Auf dem Beckenboden. Mit Badehosen, die bei manchem eine Nummer zu klein geraten sind. Lachen erlaubt!

Für Eric allerdings ist dieses Unterwasser-Herrenballett zunächst eher irritierend denn lustig. Nüchtern analysiert er, warum die Choreographie nicht funktioniert. Die Zahl ist schuld – einer weniger müssten sie sein.

Der Satz ist kaum zu Ende ausgesprochen, da ist auch dem größten Filmlegastheniker klar, wie es nun weitergehen würde. Natürlich muss niemand die Gruppe verlassen. Natürlich überzeugen sie Erik, sich ihnen anzuschließen. Denn auch zu Acht geht die Choreo auf. Hauptsache, die Zahl ist gerade.

Das ist genauso unspektakulär und vorhersehbar wie viele andere Plots – und tut dem Ganzen dennoch keinen Abbruch. Denn obwohl die Drehbuchautorin Aschlin Ditta auf den ganz großen Spannungsbogen verzichtet, wird dieser zweistündige Film in keiner Minute langweilig. Dafür sorgt schon das glänzende Schauspielensemble um Hauptdarsteller Rob Brydon sowie der wunderbare britische Humor, der das Dargestellte stets witzig verpackt, ohne sich je darüber lustig zu machen. Es ist die meisterhafte Bewältigung eines großen Drahtseilaktes, eine äußerste Randsportart, die gemeinhin mit jungen, hübschen und athletischen Frauen assoziiert wird, in genau diesem Licht erstrahlen zu lassen. Eine Sportart, die bei Olympia immer noch nur von Frauen ausgeübt werden darf, weil – auch wenn sich das von offizieller Seite so niemand auszusprechen traut – das bei Männern ja doch irgendwie schwul wirkt. Oder wie würde man es sonst ausdrücken?

Was im Becken passiert, bleibt im Becken, lautet nicht ohne Grund das Credo der Wassersportgruppe. Noch viel wichtiger allerdings ist – so schreiben es die offiziellen Vereinsstatuten vor – dass die Herren mit dem Eintauchen ins Becken auch ihr restliches Leben in der Kabine lassen. Bis die Trainingseinheit vorbei ist.

Sie alle sind Männer mit üblichen oder ungewöhnlichen privaten Sorgen und Problemen. Jeder von ihnen hätte seine eigene Geschichte zu erzählen, könnte ebenso anstelle von Erik im Mittelpunkt stehen. Doch sie wissen kaum etwas über das Privatleben der anderen. Das Becken wirkt für sie wie ein geschlossenes Universum. Eines, das von ihnen selbst mit viel Pathos geladen wird. „Dieser Verein ist eine Idee. Ein Protest gegen das Ende von Träumen“, definiert es Alterspräsident Ted (Jim Carter) beim Feierabendbier in der Kneipe. Darin liegt wohl das Geheimnis des Erfolgsrezepts, das den Männern zu ungeahnten Leistungen verhilft. Denn obwohl sie das alles vor allem für sich selbst tun, entwickeln sie mit der Zeit einen außergewöhnlichen Ehrgeiz für ihre neue Passion. Und sie beginnen, ihr Universum nach außen hin aufzubrechen, um es Anderen ersichtlich zu machen.

„Ich möchte, dass du stolz auf mich bist“, sagt Erik zu seinem Sohn, als er von den Teilnahmeplänen seines Teams bei den inoffiziellen Weltmeisterschaften erzählt. „Weil du mit Männern schwimmst?“, entgegnet dieser ihm jedoch plump und zeugt damit von den auch in der heutigen Jugendgeneration immer noch vorhandenen Männlichkeitsideale, welcher dieser Film auf gleichsam sensible wie komische Weise thematisiert. Doch auch Erics Ehefrau Heather, die gerade eine steile Karriere als Kommunalpolitikerin hinlegt und von Eric verdächtigt wird, eine Affäre mit einem Kollegen zu haben, zeigt sich von den Eintrittskarten für das große Turnier wenig begeistert.

Also machen sich die Männer alleine auf ihre „Road to Milan“, unterstützt von Trainerin Susan (Charlotte Riley). Und wenn man sie beim großen Wettkampf da am Beckenrand stehen sieht, wie sie bangt und mitfiebert, jubelt und anpeitscht, möchte man als Zuschauer am liebsten selbst von seinem Platz aufstehen, dem männlichen Wasserballett zujubeln, ihnen die Daumen drücken. So sehr fühlt man sich von ihnen vereinnahmt, begeistert von ihrer auf einer wahren Begebenheit basierenden Geschichte, die dieser Film in bester Feel-Good-Manier 99 Minuten lang erzählt. Denn tatsächlich ist es einfach schön zu sehen, wie die unathletischen Männer auf grazile Weise die Choreographie der welkenden Blume präsentieren und dabei persönlich aufblühen.

Doch obgleich auch das Ergebnis des Wettkampfes wirklich nicht unerwartet kommt, so ist man am Ende doch begeistert von diesen Charakteren und einer Geschichte, die emotional und humorvoll, berührend und komisch zugleich daherkommt. Und ganz am Ende passiert dann doch etwas, mit dem so wohl niemand gerechnet hätte.

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Andreas W., Rezension zu "NSA - Nationales Schicherheits-Amt"

Ein hochspannendes und aktuelles Thema

Als ich den Klappentext las, war ich vor Interesse einfach kaum zu bremsen, da ich mich durch meinen Job mit Digitalisierung beschäftige. Und da Herr Eschbach es bisher immer geschafft hat mich zu begeistern musste ich dieses Buch einfach lesen! Der Einband stach schon mal schwer ins Auge, da man diese alte Schrift nur noch selten sieht und immer mit einem bestimmten Zeitabschnitt in Verbindung bringt. Ebenso die Seitenanzahl ist schon beeindruckend, aber um es vorwegzunehmen, es las sich so spannend das es ok war. Die Story hat die heutige Realität gut mit der Vergangenheit des Deutschen Reiches verknüpft. Der Schreibstil ist flüssig und eingängig. Die jeweiligen Kapitel hatten eine gute Länge. Der Einstieg im NSA ist schon interessant! Diese im Ton der damaligen Zeit geschilderte Geschichte, die Büro Atmosphäre mit Bakelit Schalter und „K“omputer hat einen sofort in die Zeit einsteigen lassen. Wir lernen Helene Bodenkamp welche im NSA als Programmstrickerin (Programmiererin) und Eugen Lettke welcher dort als Datenanalyst arbeitet, kennen. Beide sind Kinder ihrer Zeit, polarisieren und könnten vom Typ nicht unterschiedlicher sein. Ihre private Geschichte und Arbeit werden in der Story erzählt. Das Amt kämpft darum eigenständig zu bleiben und nicht geschlossen oder ins Reichssicherheitsamt eingebunden zu werden. Aus diesem Grund kommt es zu einer Vorführung vor dem Reichsführer der SS Heinrich Himmler um Wichtigkeit des Amtes durch die erweiterte Möglichkeit der Datennutzung durch das NSA zu untermauern. Diese Vorführung welche ungeahnte Folgen hat, öffnet Helene die Augen was die in ihren Augen „harmlose Daten“ alles ermöglichen können. Eugen findet diese Vorführung sehr erhellend und wird daran arbeiten diese Erkenntnisse für seine privaten Dinge zu nutzen. Denn er meint aus der Vergangenheit noch so einige Rechnungen offen zu haben! Dann wird Helene plötzlich um Hilfe gebeten. Trotz aller Brisanz zögert sie nicht. Mehr möchte ich nicht über die Handlung verraten! Das Gedankenspiel was wäre geworden, wenn unsere technischen Errungenschaften schon zu damaliger Zeit verfügbar gewesen wären, ist brilliant! Was wäre, wenn es kein Bargeld mehr gäbe und dadurch jegliche Bankverbindung ein Leben offenbart? Und wenn wäre dann diese Techniken in die Hände der falschen Personen gerieten welche Ungeahntes - also den total gläsernen Menschen - damit schaffen würden? Und ich muss gestehen ich habe des Öfteren eine Gänsehaut bekommen bei der Vorstellung. Das liegt auch daran das der Autor dieses Buch recht real gestaltet hat in dem er uns damals bekannte Praktiken und uns heut noch bekannte Personen der damaligen Zeit in die Handlung eingreifen lässt. Eine Horrorvorstellung! Auch gefiel mir das überraschende Ende. Und es lässt mich ausgesprochen nachdenklich zurück was das Thema Daten betrifft! Sicher, ich dachte bisher auch immer das ich nix zu verheimlichen habe und man daher ruhig meine Daten aus dem Phone usw. nutzen könne. Allerdings kann man nach der Lektüre nicht anders als diesen entspannten Umgang mit dem Thema schwer zu überdenken.

Mein Fazit: Absolut lesenswert! Denn obwohl es eine Fiktion ist, kann sie erschreckend real sein

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Dreamworx, Rezension zu "Hemingway & ich"

Die 25-jährige Martha Gellhorn hatte immer den Traum, ein eigenes Buch zu schreiben, doch gelingen will es ihr nicht. Sie stürzt sich in Affären mit älteren Männern, bis 1936 die Begegnung mit dem bekannten und charismatischen Schriftsteller Ernest Hemingway ihr Leben verändert. Hemingway, der bereits zum zweiten Mal verheiratet ist und Vater von drei Söhnen ist, trennt sich von seiner Ehefrau, um Martha zu heiraten und fortan mit ihr durch die Welt zu ziehen. Die beiden bilden eine sehr enge Einheit und im Schatten von Ernest beginnt auch Martha endlich, Dinge zu schreiben, die ihr am Herzen liegen. Sie erarbeitet sich schnell den Ruf einer ausgezeichneten Kriegsreporterin, deren Texte von namhaften Zeitungen gedruckt werden, während auch Hemingways Karriere immer mehr Fahrt aufnimmt und weiterhin mehr Aufmerksamkeit bekommt als Marthas Arbeit. Wird Martha sich mit einem Leben im Schatten von Ernest zufrieden geben? Paula McLain hat mit ihrem Buch „Hemingway und ich“ einen sehr fesselnden und bewegenden Roman über Martha Gellhorn, die dritte Ehefrau von Ernest Hemingway, vorgelegt, der von Beginn an begeistert und nicht nur einen faszinierenden Einblick in die Welt des Ehepaares gibt, sondern auch glaubhaft die Gefühlswelt und Zerrissenheit von Martha porträtiert. Der Schreibstil ist flüssig und packt den Leser, sowie er eingetaucht ist in die 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Ernest Hemingway war damals schon ein berühmter Schriftsteller, der von vielen verehrt wurde. Der Autorin gelingt es auf sehr ungewöhnliche Weise, belegte Tatsachen mit Fiktion zu mischen, um dem Leser einen guten Einblick über das berufliche Wirken und die Beziehung zwischen Ernest und Martha zu vermitteln. Dabei steht Martha ganz klar im Vordergrund, die zu Beginn noch immer kämpft, um sich ihre Träume zu erfüllen und erst mit der Beziehung zu Ernest auf den richtigen Weg kommt, ihre Geschichten zu schreiben und unter die Leute zu bringen. Zwischen Martha und Ernest besteht eine Art Seelenverwandtschaft, die beiden teilen alles und sind voneinander dermaßen eingenommen und fasziniert, dass sie sich gegenseitig hochpuschen. Allerdings steht Ernest Stern immer ein wenig höher als der von Martha, was eine Weile gutgeht, dann aber zu Konflikten führt. Die damalige Zeit spielt Ernest dabei natürlich in die Hände, da er ein gefeierter Autor ist und die Einstellung gegenüber starken Frauen damals noch nicht sehr ausgeprägt war. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet und sprühen vor Lebendigkeit. Sie besitzen starke Persönlichkeit, individuelle Eigenheiten und wirken so sehr real und authentisch. Martha ist eine starke und unabhängige Frau, die oft an sich selbst zweifelt. Sie ist voller Hingabe für ihren Beruf und neugierig auf die Welt und alles, was diese ihr zu bieten hat, aber auch in der Liebe zu ihrem Mann. Ihre Zerrissenheit zwischen Beruf und Liebe zeigt deutlich, dass sie lange keine Entscheidung fällen kann, aber irgendwann muss, damit sie sich selbst treu bleibt und ihre Träume ohne Barrieren verwirklichen kann. Martha hat einen starken Willen, gibt nicht auf und sucht immer wieder nach Lösungen, um vielleicht doch neben Ernest zu bestehen. Ernest Hemingway ist ein gefeierter Autor, der in Martha so etwas wie seine Muse sieht. Sie beflügelt ihn, öffnet ihm den Blick und inspiriert ihn, was ihn zu weiteren Höhenflügen ansetzen lässt. Doch er ist auch nur ein Mann, der die Anbetung und uneingeschränkte Aufmerksamkeit genießt. Ablenkung davon schlägt sich auf sein Ego nieder, zwei Stars in einer Beziehung kann es nicht geben. Die Beziehung der beiden gleicht am Ende einem Kräftemessen, aus dem der Stärkere hervorgeht. „Hemingway und ich“ ist ein wunderbares Portrait einer Liebe, deren Besessenheit, Höhen und Tiefen beruhend auf wahren Begebenheiten mit einer Prise Fiktion. Wer gern über wahre Persönlichkeiten liest, sollte sich die Geschichte von Martha Gellhorn nicht entgehen lassen, denn sie bezaubert, rüttelt auf und stellt Fragen in den Raum, wie man selbst wohl entschieden hätte. Absolute Leseempfehlung für ein Wahnsinnsbuch!

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