Kommentar des Monats

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Kommentar des Monats

Unsere Gewinner-Kommentare im Januar

1. Preis:

Lena, Rezension zu "Zwischen zwei Leben"

Guido Westerwelle beschreibt in seiner Biographie die Zeit "zwischen zwei Leben": sein Leben als FDP-Politiker und Bundesaußenminister und sein Leben nach der Leukämieerkrankung.

Das Buch beginnt im Dezember 2013 als Westerwelle noch in seiner Funktion als Außenminister die Ukraine besucht, die von inneren Unruhen geprägt ist. Zuvor hatte Präsident Wiktor Janukowytsch das Assoziierungsabkommen mit der EU nicht unterzeichnet.

Es ist eine der letzten Dienstreisen von Westerwelle, der sein Amt aufgrund der herben Stimmenverluste der FDP bei der Bundestagswahl im September 2013 abgeben muss. Er ist nicht resigniert, sondern vielmehr enttäuscht darüber, was aus den Liberalen geworden ist. Die bevorstehende ruhigere Zeit möchte er zusammen mit seinem Mann Michael Mronz verbringen und diese mit einem Urlaub auf seiner geliebten Insel Mallorca einläuten. Anschließend möchte er sich der "Westerwelle Foundation", einer Stiftung für internationale Verständigung, widmen.

Westerwelle genießt die unbeschwerte Zeit auf Mallorca ohne Verpflichtungen und Termine, feiert dort Weihnachten mit seinem Mann, nur das rechte Knie bereitet ihm Probleme. In Deutschland möchte er seinen kaputten Meniskus operieren lassen, erhält jedoch bei einer Blutuntersuchung die niederschmetternde Diagnose Leukämie. Westerwelle hat Glück, dass die Erkrankung so früh erkannt wurde, dennoch beginnt ein körperlicher und seelisch belastender Leidensweg, bis im September 2014 ein geeigneter Spender für die Stammzellentransplantation gefunden ist.

Egal wie man zu Guido Westerwelle als Politiker bzw. Person des öffentlichen Lebens stehen mag, in "Zwischen zwei Leben" lernt man den Menschen Westerwelle kennen, der die Sympathien des Lesers leicht gewinnt und der mit Hilfe des Journalisten Dominik Wichmann seinen Schicksalsschlag der Krebserkrankung berührend und eindringlich erzählt. Er schildert einerseits den Verlauf der Erkrankung, die Möglichkeiten der Therapie und vor allem ganz offen, wie er sich fühlte und wie froh er war, die Unterstützung durch seinen Mann und seine Freunde zu erfahren und die Versorgung durch vertrauenerweckende Ärzte zu haben. Gleichzeitig gibt er in Rückblenden Einblicke in sein Leben als Politiker, die Hürden, die er als Homosexueller umschiffen musste, und in sein Verhältnis zu Angela Merkel, die er sehr schätzt.

Mit dem Buch möchte Westerwelle Mut machen, sowie ihm nach Erhalt der Diagnose und der schweren Zeit der Erkrankung selbst von Fremden immer wieder Mut gemacht wurde. Er betont, wie wichtig es ist, zu kämpfen, zuversichtlich zu bleiben und niemals aufzugeben. Gleichzeitig erinnert er daran, wie kurz das Leben sein kann und dass man es mit allen Facetten genießen sollte, solange es geht.

Umso trauriger ist es, dass Westerwelle nur ein Jahr nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus nach der erfolgten Stammzellentransplantation und kurz nach der Veröffentlichung seines so optimistischen Buches wieder stationär behandelt werden musste und am 18. März 2016 den schweren Folgen der Leukämie erlag.

2.- 4. Preis:

StefanieFreigericht., Rezension zu "Minus 18 Grad"

Eiskalt

„Die eigene Wohnung ist der häufigste Mordschauplatz. Dort ist man nicht nur am angreifbarsten, sondern auch allein, und es kann so gut wie alles geschehen, ohne dass es jemand mitbekommt.“ S. 70 Dieser Gedankengang aus dem Buch gehört noch zu den Harmloseren.

Da wird die schwedische Kripochefin von Helsingborg beim Autofahren von einem anderen Fahrer angerempelt und liefert sich mit ihm daraufhin eine wilde Verfolgungsjagd, die für den anderen im Wasser endet – und aus dem Auto wird eine Leiche gezogen, die anscheinend sehr lange tiefgekühlt war. Dummerweise wurde der wohlhabende Tote von Zeugen vor kurzem quicklebendig gesehen – wie passt das zusammen? Parallel zu diesem immer verzwickteren Handlungsstrang kommt ein zweiter im auf der anderen Seite des Öresunds in Dänemark liegenden Helsingør. Dort wurde ein obdachloser Junkie mit schwersten Verletzungen gefunden, nachdem eine junge ebenfalls süchtige Frau mit blutbeschmiertem Oberkörper auf der Straße herumgeirrt war.

Während die schwedischen Ermittler in den eigenen Reihen zusätzliche Sorgen haben wie Alkoholismus, schwierige Teenager-Kinder und Eheprobleme, die sich im weiteren Verlauf als noch fast harmlosere Nöte herausstellen werden, kommt es bei ihren Nachforschungen bald zu einer Eskalation. Ihre dänischen Kollegen haben hingegen zu kämpfen mit missgünstigen Vorgesetzten, inkompetenten Kollegen und den Tiefen des Darknet. Gibt es Zusammenhänge?

Die Lektüre von „Minus 18°“ war ein Genuss. Die Grundidee(n) des Krimis, der sich in weiten Strecken eher wie ein Thriller liest, war(en) einmal etwas anderes, jenseits der ausgetretenen Pfade. Das Erschreckende daran ist, dass beide kriminelle Grund-Handlungen realistisch sind. Virtuos jongliert Ahnhem mit den verschiedenen Fäden und schafft es, alles entwirrt zu bekommen. Ich suche ja wirklich gerne nach dem einen Widerspruch, habe bei zwei für mich Fragen aufwerfenden Punkten zurück- und quergelesen – und musste kapitulieren: Schlüssig durchkonstruiert. Auch für das Thema „beschädigter Ermittler“ fand der Autor angenehme Neu-Interpretationen.

Der Roman ist Stefan Ahnhems dritter mit dem gleichen Personal, für mich der erste, was wider Erwarten angesichts der anfangs sehr nebulösen Andeutungen zu Therapiesitzungen von Theodor sehr gut lesbar war. Ahnhem verweist auf die Vorgänger und löst häppchenweise so viel auf, wie unbedingt nötig, was gut ist für Neu-Einsteiger – er wiederholt nicht ganze Vor-Bände, was für „Alte Hasen“ sicher langweilig wäre; ein sehr guter Kompromiss (der, ja, natürlich durchaus „anfixt“ zum Weiterlesen). Und die Liste musikalischer Anspielungen hat dieses Mal besondere Freude gemacht.

Margaret K., Rezension zu "Eliza will Fahrrad fahren"

In dem Buch geht es um Harlow, deren Oma Eliza einen Schlaganfall erleidet und damit ans Bett gebunden ist. Sie hat jedoch noch eine alte Liste mit Dingen, die sie in ihrer Jugend gemacht haben wollte und da sie dies nicht mehr tun kann macht sich Harlow an ihrer statt auf eine Reise nach Amerika, um diese Liste zu vollenden. Dabei erlebt sie so einige lustige Abenteuer und trifft auch noch auf einen ganz besonderes Menschen.

Diese Geschichte ist wirklich der Wahnsinn! Ich habe gelacht, ich habe geweint und ich habe mitgefiebert. Zwischendurch habe ich sogar mit dem Gedanken gespielt mir einen Rucksack zu schnappen und spontan eine kleine Reise zu machen. Das Buch macht wirklich Spaß zu lesen. Es ist aus der Sicht von Harlow beschrieben, deren Charakter eine Veränderung von Mauerblümchen zu Abenteurerin macht und man kann jede ihrer Handlungen gut nachvollziehen, da ihre Gedanken und Gefühle realistisch und schön beschrieben werden. Auch die anderen Charaktere sind gut ausgearbeitet und man kann sie nur ins Herz schließen, so herzallerliebst sie sind. Von Jessie, ihrer Begleitung, ist zwar nur ein kurzer Hintergrund beschrieben, doch dafür bringt seine liebe Art und sein Humor doch genug Tiefe mit sich, sodass besonders er sich wohl in die Herzen von jedem Leser stehlen wird. Auch die Freundschaft und dann die Beziehung kann man gut heranwachsen und sich entwickeln sehen. Hier geht weder zu langsam noch zu schnell, wie es in anderen Büchern oft der Fall ist. Dieser Teil ist relativ realistisch im Laufe des Buches beschrieben.

Die Handlung dreht sich größtenteils darum die Liste von Eliza zu erfüllen, wobei es zwischendurch Einschübe gibt, die zeigen was in der Vergangenheit passiert ist. Dies passt recht gut, um Harlows Sorgen besser verstehen zu können. Ansonsten ist die Erfüllung der Aufgaben wirklich unterhaltsam, da sehr lustige Momente dabei sind und Harlow und Jessie so gut zusammenpassen und dabei so viel Spaß haben, dass die gute Laune wirklich ansteckend ist. Ich hatte nach dem Lesen immer so gute Laune, dass ich wie oben schon geschrieben, am liebsten sofort auch eine Reise unternehmen wollte. Aber auch die nachdenklichen und etwas tieferen Szenen waren sehr gefühlvoll und einfühlsam beschrieben, was mich auch zu Tränen gerührt hat, wenn man bedenkt, dass Eliza die Sachen nicht selbst erleben kann. Das bringt einen auch dazu darüber nachzudenken, was man gerne mal machen möchte bevor man zu alt dafür ist. An Romantik fehlt es in der Geschichte natürlich auch nicht, da die Beziehung der beiden Protagonisten sehr prickelnd und erfrischend ist, ohne übertrieben kitschig zu werden.

Zusammengefasst hätte das Buch sogar noch mehr Sterne verdient, da ich wirklich sehr begeistert davon war und es auf jedem Fall jeden empfehle zu lesen. Besonders Leute, die genug vom Alltag haben oder nicht wissen was sie mit ihrem Leben anfangen sollen, sollten dieses Buch unbedingt lesen. Es erweckt Lebenslust und veranlasst einen dazu sein Leben zu überdenken. Ob man wirklich glücklich ist oder nur zufrieden und man es vielleicht in die eigene Hand nehmen sollte und sich etwas neues trauen sollte, um später einmal etwas zum Erzählen zu haben. Also lest dieses Buch. Es lohnt sich wirklich!

Jennifer H., Rezension zu "Mit Karamba in den Bundestag"

Karamba Diaby, Jahrgang 1961, stammt aus dem Senegal und hat in Deutschland eine beispielhafte Karriere hingelegt. Davon legt nicht nur der markige Buchtitel Zeugnis ab.

Früh schon musste Karamba lernen, dass man für seine Ziele arbeiten muss. Als Waise wuchs er bei Verwandten auf und wechselte drei Mal den Wohnort, um in der Nähe von Gambia sein Abitur abzulegen. Danach wollte er studieren, doch ein Stipendium wurde ihm verwehrt. Infolge hielt er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, als 1985 ein Telegramm mit Studienplatzgarantie aus der DDR ihn erreichte.

In Halle an der Saale fand er eine neue Heimat und promovierte in Chemie. Er integrierte sich problemlos und engagierte sich nach der Wende in der Politik, genauer in der SPD. Eine Dokumentation über Willy Brand hatte ihn von den Sozialdemokraten überzeugt. Nach beruflichen Stationen wie der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Landtag zog er 2013 für die SPD mit Direktmandat in den Bundestag ein.

Karambas Lebensgeschichte ist so spannend wie ein Film. Aus ärmlichen Verhältnissen stammend arbeitet er sich Schritt für Schritt nach oben und verliert dabei niemals den Blick auf die Nöte und Ängste der kleinen Leute. Er ist ein prima Beispiel für gelebte und gelungene Integration.

Ehrlich und mit ansteckender Lebensfreude schildert Karamba seinen Werdegang. In Deutschland erlebt er sowohl Solidarität und Hilfsbereitschaft als auch Fremdenhass. Ein Farbiger war zu DDR-Zeiten noch etwas Außergewöhnliches. Doch Karambas Wille, sich einzuleben und die Gepflogenheiten des neuen Landes anzunehmen, waren größer als der Unmut über die teilweise erfahrene Abweisung bzw. Hetze. Dabei verliert er nie seinen Humor, was beeindruckend ist.

Im letzten Drittel des Buchs widmet sich Karamba dem aktuellen Thema "Flüchtlingskrise". Durch seine eigene Geschichte kann er sich gut in die Flüchtlinge einfühlen und räumt dabei mit Ressentiments des Ex-SPDlers Thilo Sarrazin auf. Rechte Strömungen und Parteien wie die NPD verurteilt er und spricht sich hingegen für ein friedvolles Miteinander aus - mehr noch - er begreift die Flüchlingswelle als Chance, an der natürlich auch die Flüchtlinge selbst mitarbeiten müssen. Darüber hinaus ließen sich eine Menge Vorurteile durch Begegnungen bzw Aufeinanderzugehen verhindern.

FAZIT Eine starke Biografie, die Mut macht und zur richtigen Zeit erschienen ist.

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